Das Bildmaterial zu seinen Arbeiten fängt Peter Aerschmann mit der Kamera auf Strassen und Plätzen ein – mitten im Alltag, im pulsierenden Leben. Er isoliert einzelne Motive, wie Menschen, Vögel, Autos oder Pflanzen, aus ihrem ursprünglichen Umfeld, und baut sich mit diesen digital veränderten Versatzstücken ein visuelles Inventar seiner Umgebung auf. Aus diesem Fundus komponiert er fiktive Bildwelten, deren Kompositionen nichts mit einem Film zu tun haben, sondern vielmehr animierte Standbilder darstellen, die er als archetypische Stillleben unserer Zeit imaginiert. Er konstruiert virtuell ein Abbild der Realität, quasi die Simulation einer Welt, wie wir sie zu kennen meinen. Sein kompositorisches Vorgehen darf man ruhig als digitale Malerei bezeichnen. Die Bilder befremden, weil die Schnittstellen zur realen Welt schonungslos und immer wieder aufbrechen. Die ständige Wiederholung von Bewegungen ist nicht frei von Komik, und der absurde, stetig ablaufende Trott irritiert; man wird an Roboter erinnert oder an fremd gesteuerte Wesen. Zudem fehlt eine eigentliche Geschichte, eine Narration. Ansätze davon werden bei den interaktiven Arbeiten auch immer jäh durch den Knopfdruck der Betrachter*innen unterbrochen.
Geboren
1969 in Freiburg, CH
Lebt und arbeitet in
Bern, CH
Homepage
www.aerschmann.ch
Ausbildung
1991-1992 Universität für Kunst und Design Basel
1992-1994 Studium der Computerwissenschaften, Universität Basel
1994-1999 Hochschule der Künste Bern (HKB)
1969 in Freiburg, CH
Lebt und arbeitet in
Bern, CH
Homepage
www.aerschmann.ch
Ausbildung
1991-1992 Universität für Kunst und Design Basel
1992-1994 Studium der Computerwissenschaften, Universität Basel
1994-1999 Hochschule der Künste Bern (HKB)