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«ZEIT REFLEXIONEN»
2009/10, Franziska Megert

ZEIT REFLEXIONEN ALS REFLEXIONEN ÜBER DIE ZEIT
2’00", Loop
3-d Computeranimation, 16:9, PAL
Edition: 5
Produziert im Atelier der Künstlerin „Drakestrasse 7“ Düsseldorf. Computerarbeit: Franziska Megert, Ton: Stephen Harrap
In einem andern Zusammenhang ist diese Arbeit Teil einer Videoinstallation mit demselben Titel. Preview ist auf 0’33’’ gekürzt.

Die Zeit scheint objektiv messbar und ist subjektiv erlebbar. Sie ist ein Behälter für Ereignisse, sie ist die gedankliche Konstruktion, um Beziehungen zwischen Ereignissen zu beschreiben, sie ist Bedingung zur Welterkenntnis, sie entsteht durch die neuronale Aktivitäten und die Stoffwechselvorgänge, sie ist eine Uhr ohne Zeiger. Zeit ist Geld. Zeit hat man nicht, Zeit nimmt man sich. Ohne Anfang, ohne Ende ist die Zeit, sie tritt nur auf, um in der Unendlichkeit zu verschwinden. Zeitlos ist die Zeit, eine Illusion, eine Aporie. Die Zeit ist transparent, atmet im erleuchteten digitalen Raum, wo sie sich selbst durch eigne Reflexionen ausdehnt, sich erweitert, sich verräumlicht, manchmal im strahlenden Königsblau, dann wieder fahl in müder, flacher Mattigkeit. Ihre Dichte endet in der Finsternis, ihr Nichtvorhandensein im lichtlosen Raum, im schwarzen Nichts.

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