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«Hai Phong»
2008, Quynh Dong

6’00’’, DV Pal, Ed. 3

Gefundene Bilder aus dem Internet und Aufzeichnungen ihrer letzten Reise durch Vietnam, dienen der Künstlerin als Ausgangsmaterial für die Videoarbeit „Hai Phong“. Die Verbindung von permanentem Gesang und Bildfetzen die kurz auftauchen und wieder verschwinden, dringt ins Unterbewusstsein und lässt den Betrachter in die von der Künstlerin generierte Welt eintauchen, die keiner linearen Erzählstruktur folgt. Das Video ist randabfallend an eine 4m mal 6m grosse Wand projiziert. Es zeigt Fahrten durch die Strassen von Vietnam, einen Glücksbuddha, eine junge Frau die ausholt und die Schale einer Kokosnuss zerschlägt, verschiedene Gesichter, eine befahrene Kreuzung ohne Verkehrsregeln. Die Bilder sind zum Teil bewusst unscharf oder schwarzweiss gehalten. Im Raum hört man das Summen der Mutter der Künstlerin, sie summt Volkslieder aus Kriegszeiten. Die Videoinstallation wurde an der Weihnachtsausstellung 2008 in der Kunsthalle Bern gezeigt.