Franziska Megert
Angefangen mit Fotoserien, die aus Überblendungen vor allem von Porträts bestehen, kam Franziska Megert rasch zum Video, weil Prozesse nur über die Zeit erfahrbar gemacht werden können. Ab 1981 entstehen Videobänder und ab 1984 Videoskulpturen und -installationen. 1991 Einbezug des Computers vorerst zur digitalen Bearbeitung der Videobilder, ab 1995 auch zur Erstellung von Computeranimationen und Computergrafiken. Interaktive Installationen projektiert sie ab 2006. Die ersten Arbeiten sind stark von ihrem vorhergehenden Studium geprägt: z.B. werden gruppendynamische Prozesse visualisiert, Franziska Megerts frühe Arbeiten sind eine Auseinandersetzung mit antagonistischen Tendenzen und Paradoxa auf der Ebene von Beziehungsstrukturen. Alltäglichen und archetypischen Verhaltens-, Denk- und Gefühlsdispositionen werden thematisiert. Meist stellt sie diese Inhalte anhand von Dekonstruktionen des menschlichen Körpers dar. Ihre kritische Auseinandersetzung mit klassischer und zeitgenössischer Malerei- sichtbar in einigen Projektentwürfen und Computeranimationen- führt sie ab 2008 zur Fotografie, in der die aktuelle abstrakte Malerei untersucht und hinterfragt wird: Diese Arbeiten sind auf Stahltafeln gedruckte fotografierte - von Ge- und Verbrauchsspuren verletzten und mehrfach ausgebesserte - Oberflächen von Eisencontainer und andern Eisenhüllen.
Biographie
*1950 in Thun/CH, lebt und arbeitet in Bern/CH und Düsseldorf/DE
Ausbildung:
  • 1973-1979: Psychologiestudium an der Universität Bern
  • 1979-1984: Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (Film/Fotografie/Video)
  • Weitere Informationen:

    www.megert.de
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    Arbeiten
    «ZEIT REFLEXIONEN»
    2009/10, Franziska Megert
    «THE ULTIMATE RELAUNCH»
    2002/07, Franziska Megert
    «DIE STADT DER UNSTERBLICHEN»
    1998/2001, Franziska Megert
    «HIEROS GAMOS»
    1986, Franziska Megert
    «KLAVIERSOLO FÜR VIDEO»
    1985/86, Franziska Megert
    «TOTENTANZ»
    1982, Franziska Megert