Videokunst archivieren

Das Archivieren von Videokunst hat zum Zweck, eine Arbeit möglichst lange in ihrem originalen Zustand zu erhalten.

Elektronische Kunstwerke sind aufgrund ihrer digitalen Bestandteile durch einen Funktions- und Informationsverlust gefährdet. Der bedrohlichste Faktor für digitale Kunst ist die Veraltung der Technologie. Damit ein Video trotz des Wandels der Technologie zugänglich und somit erhalten bleibt, muss sein Inhalt auf ein neues, aktuelles Format übertragen werden. Während beim analogen Video jede Kopiergeneration zu einer Verschlechterung des Signals führt, erlaubt die digitale Videotechnologie ein nahezu verlustfreies Kopieren.

Digitale Videokunst kann in verschiedenen Formaten als Datei auf Festplatten abgespeichert werden. Ausschlaggebend für diese Erhaltungsstrategie ist eine redundante Abspeicherung und sinnvolle Backup-Lösungen. Technische Metadaten müssen festgehalten werden, damit die Datei auch Jahre später noch abgespielt werden kann.

Bei der Archivierung von Videokunst wird besonderer Wert auf die Erhaltung der Signalintegrität gelegt. D.h., im Zuge der Digitalisierung eines analogen Videosignales dürfen keine willkürlichen Korrekturen z.B. der Farbsättigung oder des Kontrastes vorgenommen werden. Es gilt, die authentische Erscheinung des historischen Videomaterials zu erhalten und nicht durch die heutigen, verbesserten technischen Möglichkeiten nachträglich zu verändern.

Es ist sinnvoll, Sicherungskopien auf einem von Aktive Archive und ZKM empfohlenen Sicherungsformat (LTO (HP, IBM, etc.) oder Festplatte (HD) herzustellen. Gerne beraten wir Sammler_innen in dieser Hinsicht und helfen gerne gegen Verrechnung der Unkosten eine Masterkopie zu organisieren.

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«Karaoke Night» 2009, Quynh Dong