Geschichte der Videokunst
Bereits in den späten 50er Jahren begannen sich Künstler mit dem Phänomen "Video" zu befassen. In den 60er Jahren bildete sich zusehends eine Szene heraus - 1963 fanden die ersten beiden Ausstellungen mit Videokunst statt: Nam June Paik stellte in der Wuppertaler Galerie Parnass aus, Wolf Vostell in der Smolin Gallery in New York. Waren die Arbeiten zu Beginn vor allem geprägt durch einen installativen Einsatz von Fernsehgeräten, wurde mit der Erfindung der tragbaren Videoausrüstung das künstlerische Spektrum beträchtlich erweitert. Die 70er Jahre brachten neue, bezahlbare Gerätschaften auf den Markt, so dass immer mehr KünstlerInnen die Chance erhielten, mit Video zu arbeiten. Der rasante technische Fortschritt (Kameras, Postproduktion) eröffnete immer neue Möglichkeiten, Videokunst wurde zu einem verbreiteten und akzeptierten Medium der Gegenwartskunst. Dies zeigte sich auch in der Tatsache, dass Videokunst in die Stundenpläne der Kunsthochschulen aufgenommen wurde. Video ist heute aus der zeitgenössischen Kunst nicht mehr wegzudenken. Narrative, dokumentarische oder poetische Arbeiten kommen ebenso vor, wie am Computer generierte Animationen, verarbeitete "Schnappschüsse" ebenso, wie aufwändigste Produktionen. Einmal funktionieren die Arbeiten tafelbildartig als Projektionen oder Arbeiten auf Monitoren, dann kommen sie als Videoobjekte daher oder auch als komplexe Videoinstallationen.
© 2004-2017 videokunst.ch
Seitenanfang
Kontakt
videokunst.ch
Morgenstrasse 70
CH-3018 Bern
info@videokunst.ch

«Extraction n°1» 2008, Annaïk Lou Pitteloud